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Am Fuße des Apennin gelegen, zwischen den Flüssen Reno und Savena liegt die Hauptstadt der Region, Bologna. Hier befindet sich seit 1088 n.Chr. die älteste Universität Europas, weshalb die Stadt auch den Beinamen „La Dotta – die Gelehrte" – trägt.

Selten findet man eine derartige Ballung von Kunst und Kultur wie in der Altstadt von Bologna, deshalb wurde die Stadt auch im Jahre 2000 zum Weltkulturerbe erklärt. Sie ist die Stadt mit den längsten Arkadengängen weltweit. Sie entstanden aus der Tradition, die oberen Stockwerke überhängend zu bauen, um so mehr Wohnraum zu gewinnen. Heute ermöglichen sie es, fast die gesamte Altstadt trockenen Fußes zu durchlaufen.
Als Wahrzeichen gelten auch die „schiefen Türme“, die „Due Torri“, die Überreste der zahlreichen Geschlechtertürme darstellen, die im mittelalterlichen Bologna standen. Vom der Spitze des Torre Asinelli (97 m Höhe) hat man einen herrlichen Panoramablick über die Stadt und das Umland.

Im Herzen Bolognas befindet sich die herrliche Piazza Maggiore mit dem erhabenen Palazzo Communale, der mit seiner Renaissance-Fassade heute Sitz der Stadtverwaltung ist. Die unvollendete Fassade der großen gotischen Kathedrale San Petronio, die dem Schutzpatron der Stadt gewidmet ist, überragt den ganzen Platz. Wäre diese fünftgrößte Kirche der Welt vollendet worden, hätte ihre Größe die des Petersdoms in Rom übertroffen.Ungewöhnlich ist die extreme Breite des Schiffs: obwohl der Bau der Basilika bereits im 14. Jahrhundert begonnen worden war, konnten die Berechnungen zur Schließung des Dachs erst Mitte des 17 Jh. vollendet werden. Der untere Teil der Fassade ist mit Marmor verkleidet und wird von einem herrlichen Portal geziert, das um 1430 von Jacopo della Quercia geschaffen wurde. Im Inneren der drei Kirchenschiffe finden sich mit Intarsien geschmückte Gestühle, herrliche Fresken und Altäre. Links des Doms befindet sich das Archäologishe Museum mit Fundstücken aus dem etruskischen Felsina, dem römischen Bononia und den Villanova-Dörfern. Dort, wo das linke Querschiff des Doms geplant war, wurde das Gebäude des Archiginnasio errichtet, wo sich bis Anfang des 19. Jh. der Sitz der Bologneser Universität befand. Aus den Sälen der Universität wurden später die Lesesäle und Archive der Biblioteca Communale.
Mitten auf der Piazza Maggiore thront der Brunnen Fontana di Nettuno, einer der schönsten Brunnen des 16. Jh., mit einer Bronzestatue des Meeresgotts, die wie auch die weiteren Bronzestatuen 1563-66 von Giambologna gegossen wurden.
Ein absolutes Muss bei einem Besuch Bolognas ist der Besuch eines der typischen Lokale in der Altstadt. Die Bologneser sind sowohl für ihre herzliche und lebhafte Atmosphäre berühmt, als auch für ihre Vorspeisen, die ersten Gänge der Menus. Wer kennt nicht die Spaghetti mit der weltberühmten Bologneser Hackfleischsauce, aber auch die Lasagne, Tortellini oder Tagliatelle gehören dazu.
Nach einem herzhaften Essen lohnt es sich, den Markt an der Piazza VIII Agosto und auf der Montagnola zu besuchen, der ein unerschöpfliches Reservoir für Vintage und Second-Hand Bekleidung ist.