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Lago di Como - Comer See

Der Comer See bezaubert durch reizvolle Anmut und sein mildes Klima inmitten majestätischer Berge. Prächtige Gärten und Villen mit mediterranem Flair säumen die Ufer des glitzernden Sees. Die Weinberge an den sanft gewellten Hängen gehen über in Esskastanienwälder und blühende Almwiesen, der Wanderer genießt stille Täler, urige Bergdörfer und Höhen mit fantastischen Ausblicken.

Menaggio am Westufer (Fototeca ENIT)

Der See zählt zu den italienischen Voralpenseen und gehört mit seinen 410 m Tiefe zu den tiefsten in Europa. Seine charakteristische Form eines umgekehrten Y, an dessen beiden Enden die beiden gößten Städte Como und Lecco liegen, lässt ihn sich schnell auf jeder Karten finden. Die Italiener unterscheiden das See-Gebiet in vier Regionen: Alto Lario im Norden mit den Orten Sorico, Colico, Dervio, Gera Lario, Domaso, Dongo und Gravedona; die Ortschaften Menaggio, Bellagio, Varenna, Bellano, Tremezzo und die Isola di Commacina bilden die goldene Mitte Centro Lago. Die beiden südlichen Flügel sind benannt nach den Hauptorten Como (mit Como, Cernobbio, Brunate etc.) im Westen und Lecco (mit Lecco, Mandello, Abbadia Lariana und anderen) im Osten.

Laglio bei Como (Fototeca ENIT)

An der Südwestspitze des Sees liegt eingebettet in malerische Hügel die hübsche kleine Stadt Como. Sie ist durch große Villen und herrliche Parks geprägt und reich an Geschichte und Kultur. Bis heute ist sie ein beliebtes Ziel und Heimat vieler Künstler und Persönlichkeiten. Die Stadt wurde bereits durch die Römer errichtet und galt als wichtiger Knotenpunkt zwischen Mitteleuropa und Rom.  Heute ist es ein bedeutendes Zentrum für die Verarbeitung von Seide, was sich im Ort deutlich an den Boutiquen erkennen lässt. Als Zeugen der römischen Kultur findet man noch die Überreste eines Stadttores und einige öffentliche Gebäude. Bedeutend ist die im 11. Jh. errichtete romanische Kirche Sant'Abbondio, ein Meisterwerk der Architektenschule, die in Europa als Comer Meister bekannt wurden. Der Dom ist aus gotischem und Renaissance-Baustil und wurde im 18. Jh. vollendet. Die herrlichen Villen der Stadt stammen vor allem aus der neo-klassizistischen Zeit. Hier sollte man unbedingt eine Fahrt mit der Zahnradbahn (Funicolare) nach Brunate machen, von dort aus genießt man einen herrlichen Panoramablick über die Stadt und den See.

Hotels in Como und Umgebung

Fährt man entlang der kurvenreichen Straße nach Norden bieten sich atemberaubende Panoramen auf den See und die umliegenden Berge. Entlang des Ufers reiht sich eine hochherrschaftliche Villa an die andere - beispielsweise die Villa d'Este in Cernobbio, die seit über 100 Jahren eines der exklusivsten Hotels in Europa beherbergt, oder kurz hinter Tremezzo die berühmte Villa Carlotta aus dem 18. Jh., in der heute ein Museum mit Gemälden der Lombardischen Schule und Skulpturen von Antonio Canova untergebracht sind.

Bellagio (Fototeca ENIT)

Auf der gegenüber liegenden Seite, quasi an der Spitze, wo sich der See nach Como und Lecco teilt, liegt Bellagio - ein Ort an dem die Zeit den Atem anzuhalten scheint. Neben dem historischen Stadtkern mit den Stufengässchen und zahlreichen hübschen Boutiquen sind die prächtigen Parkanlagen der eleganten herrschaftlichen Villen sehenswert. Der lombardische Adel schuf sich hier im 18. und 19 Jahrhundert ein kleines Paradies. Der Park der Villa Melzi ist das erste italienische Beispiel eines englischen Gartens am See, die neoklassizistische Villa schmücken Fresken und Stuckarbeiten aus dem 19. Jh. und originale Möbel. Etwas außerhalb von Bellagio liegt die herrliche Villa Serbelloni aus dem 18. Jh., von deren Park aus man das fantastische Panorama auf den See genießen kann. Die Villa soll auf den Ruinen der Villa Plinius' des Jüngeren errichtet sein. Heute beherbergt sie ein herrliches Fünf-Sterne-Hotel, in dem zahlreiche berühmte Persönlichkeiten und Politiker weilten.

Der nördliche Comer See ist durch seine starken Kontraste geprägt - hier schneidet der See sich - ähnlich einem Fjord - tief in die umliegende Berge ein. Beispielsweise überragt der Monte Legnone das Seeufer um mehr als 2.400 Meter. Beliebt ist der Lago Alto auch bei Wassersportlern und Drachenfliegern, da hier die besten Windverhätnisse herrschen. Gravedona in einer kleinen Bucht am Nordufer des Sees gelegen und berühmt für seine Kamelien, wurde schon von den Römern gegründet und war über das Mittelalter hinweg eines der religiösen Zentren der Region. In der malerischen Altstadt finden sich demnach viele Kirchen, darunter die romanische Kirche Santa Maria del Tiglio, deren Glockenturm noch aus dem 12. Jh. stammt als Gravedona eine freie Stadtrepublik war.

Die Ostküste ist etwas beschaulicher und ruhiger als der westliche Teil. Ein Abstecher lohnt sich für die Abbazia di Piona, einer großen Zisterzienserabtei aus dem 13. Jh. in schöner Seeuferlage. In der Kirche des Klosters, 1138 erbaut, kann man Fresken aus dem 13. Jh bestaunen und der kleine Kreuzgang ist reich an skulptierten Kapitellen. Zentraler Ort und Seeschiffahrtsknotenpunkt ist Varenna, ein lebendiger Ferienort mit mittelalterlichen Wurzeln.

Tourist-Information:

IAT di Como e del Comasco

Piazza Cavour, 17
22 100 Como

Tel. 031 26 97 12
Fax 031 24 01 11

website: www.lakecomo.com

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