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Mantua - Mantova

Mantua muss man eigentlich auch einmal von der Seeseite gesehen haben, denn hier zeigt sich ihre ganze Pracht.

Blick auf Mantua vom See aus (Fototeca ENIT)

Bereits die Etrusker siedelten an diesem etwas erhöht liegenden Platz am See, umgeben von einem ausgedehnten Sumpfgebiet. Damals und bis ins 12. Jahrhundert hinein, war der Ort eine Insel, die erst durch die Regulierung des Mincio zu einer Landzunge wurde.

Zahlreiche gut erhaltene Bauten der Renaissance zeugen von der Blütezeit der Stadt, die ab etwas 1330 für 300 Jahre andauerte und eine Vielzahl an schönen Bauten und Plätzen hervorbrachte. Einen bedeutenden Reichtum erwirtschaftete die Stadt durch ihre berühmte Pferdezucht, die über mehrere Generationen betrieben wurde. Heute verdankt sie ihren Wohlstand durch die spezialisierte Agrarwirtschaft der Umgebung, unter anderem stammt ein Großteil des beliebten Parma-Schinken hier aus der Gegend.

Piazza delle Erbe (Fototeca ENIT)

Beginn einer Stadtbesichtigung sollten die Piazza delle Erbe, die Piazza Broletto und die anschließende Piazza Sordello sein, hier drängen sich zahlreiche sehenswerte Baudenkmäler: An der Südseite der Piazza delle Erbe findet man eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke der Lombardei - die Rotenda di San Lorenzo und an der Nordseite liegt der Palazzo della Ragione, das Rathaus von 1250, mit dem Torre dell'Orologio, der 1473 nach Plänen von Luca Fancelli erbaut wurde. Außerdem wurde hier ab 1472 die Kirche San Andrea errichtet, die als Initialwerk der Renaissance in der Lombardei gilt. Nach Nordosten schließt sich die Piazza Broletto mit dem Palazzo del Podestà und der Torre Civica an. Noch weiter Richtung See liegt der älteste Platz Mantuas, die Piazza Sordello, mit dem Prunkstück Mantuas, dem Palazzo Ducale. Weitere herrliche Palazzi aus dem 13. und 14. Jahrhundert mit Schwalbenschwanzzinnen sowie der Duomo San Pietro und der Bischofspalast aus dem 18. Jahrhundert säumen den Platz.

Palazzo Ducale (Fototeca ENIT)

Der Palazzo Ducale ist Italiens größte zusammenhängende Schlossanlage nach dem Vatikan. Der riesige Gebäudekomplex, von dem nur ein kleiner Teil der Öffentlichkeit zugänglich ist, wurde zwischen dem 13. und 17 Jahrhundert erbaut. Die Palastanlage nimmt eine Gesamtfläche von 34.000 m² ein, und zählt über 500 Säle und Zimmer und 15 Gärten und Innenhöfe. 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Palazzo del Tè im Süden der Altstadt, der früher auf einer Insel lag, die nur über eine Brücke zu betreten war. Hier ließ sich Federico II, unter dessen Herrschaft Mantua eine Blütezeit erlebte, ein prachtvolles Lustschloss inmitten von Gärten mit Teichen und Pferdeställen erbauen. Dieses Schloss diente auch als Vorbild für die später entstandenen Schlösser Versailles, Nymphenburg oder Schönbrunn.

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