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Kommt man mit der Fähre nach Capri, bekommt man schon einen Eindruck von der landschaftlichen Schönheit dieser Insel. Eine steile, felsige Küste, grüne Hänge und malerische Örtchen, die in der Sonne weiß strahlen, umgeben von einem glitzerden tiefblauen Meer. Auch die Luft ist absolut rein, da Capri autofrei ist und nur Kleinbusse und Taxis verkehren dürfen.

Schon die Einfahrt in den Hafen Marina Grande verzaubert mit den malerischen bunten Häuschen. Von dort aus kann man die Seilbahn (Funiculare) zur Piazza Umberto (Piazzetta) nehmen, und befindet sich mitten im Trubel der Touristen und des internationalen Jet Set. Elegante Boutiquen und teure Cafés reihen sich hier aneinander und man genießt ein herrliches Panorama. Doch nur wenige Sträßchen entfernt wird es ruhiger und günstiger und immer wieder erschließen sich wundervolle Ausblicke auf das Meer und die Klippen. Nicht weit entfernt ist auch der Arco Nazionale, ein durch die Naturkräfte geformter Natursteinbogen, der herrliche Eindrücke bietet. Berühmt sind auch die Sonnenuntergänge auf Capri, deshalb lohnt es sich durchaus, hier eine Nacht zu verbringen, denn wenn abends, nachdem die meisten Touristen die Insel verlassen haben, die Ruhe wieder einkehrt, lässt sich wunderbar das Lichtspiel der untergehenden Sonne beobachten.
Wer eine günstigere Übernachtungsmöglichkeit sucht, sollte den höher gelegenen Ortsteil Anacapri aufsuchen. Zu Fuß oder ebenfalls über eine Seilbahn erreichbar ist die kleine Ortschaft Monte Solaro, die ein herrliches Panorama bietet, das vom Golf von Neapel bis zum Golf von Salerno reicht.

In der Nähe der nordwestlichen Spitze von Capri liegt die berühmte Blaue Grotte, die Grotta Azzurra. Sie kann nur mit speziellen Booten besichtigt werden, da ihre Öffnung zum Meer nur wenig höher als ein Meter ist. Dadurch dringt das Sonnenlicht durch das Wasser in die Grotte und innen erstrahlt alles
in märchenhaftem Blau. Die Grotte war schon in der Antike bekannt, wurde aber erst Anfang des 19.Jh. wiederentdeckt. Berühmt sind auch die Klippen, die
faraglioni, die zum Wahrzeichen Capris geworden sind. Der Name leitet sich vom griechischen 'pharos' (Leuchtturm) ab, denn auf diesen Klippen wurden in der Antike Leuchtfeuer entzündet, um die Schiffe zu leiten. Die größte der Klippen ist 109 m hoch und wird Stella (dt. Stern) genannt. Wenig entfernt findet man die Ruinen der Villa Jovis, der Residenz des Kaisers Tiberius, die eine Fläche von mehr als 7.000 m² bedecken.