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Verona - Stadt der Oper und des Weines

Wirkliche Berühmtheit erlangte Verona wahrscheinlich durch die Entscheidung Shakespeares, den Schauplatz seines berühmten Liebesdramas ROMEO und JULIA nach Verona zu verlegen.

Piazza Bra mit der berühmten Arena di Verona (Fototeca ENIT)

Heute ist Verona vor allem bekannt durch die fantastischen Opernfestspiele, die jedes Jahr im Sommer in der Arena von Verona stattfinden und Opernfreunde aus aller Welt anziehen. Einst tobten in der berühmten Arena von Verona blutige Gladiatorenkämpfe, wo heute im Sommer jedes Jahr herrliche Opern aufgeführt werden. Das Amphitheater wurde im 1. Jh. n. Chr. am Rande des römischen Veronas errichtet und bildet ein riesiges Oval mit 74 m Länge und 45 m Breite. Es bietet bis zu 24.000 Zuschauern auf 44 Rängen Platz. Die drittgrößte Arena Italiens wurde im 12. und 13. Jahrhundert von einem Erdbeben zerstört und diente danach, wie so viele römische Bauten im Mittelalter, als Steinbruch. Ehemals wurden die Arkaden von einer weiteren dreigeschossigen Außenmauer aus Veroneser Marmor umgeben, wovon noch vier Arkaden an der Nordseite erhalten sind.
Heute werden in der Sommersaison große Opern unter Veronas Sternenhimmel aufgeführt und niemand kann sich diesem besonderen Zauber entziehen.

Spielplan und Vorverkauf für die berühmten Opernfestspiele im Sommer finden Sie hier.

Case dei Mazzanti auf der Piazza delle Erbe (Fototeca ENIT)

Doch Verona hat noch mehr zu bieten! Bereits 89 v.Chr. erlangte Verona im römischen Reich große Bedeutung, woran das Amphitheater und andere Baudenkmäler erinnern. Umschlossen von einer Flussschleife des Etsch hatte sie von jeher strategische Bedeutung, was auch die heute noch sichtbaren Reste dreier Festungsringe aus römischer, venezianischer und österreichischer Zeit bezeugen. 

Das Zentrum der Altstadt bildet heute die malerische Piazza delle Erbe, die auf dem ehemaligen römischen Forum errichtet wurde, das heute 4 m unter der Platzoberfläche zu finden ist. Entlang des Platzes stehen zahlreiche Palazzi, die teilweise noch aus dem 14. Jahrhundert stammen, darunterdie Casa dei Mercanti, die Case dei Mazzanti mit herrlichen Fresken aus dem 16.Jh. und der barocke Palazzo Maffei aus dem 17. Jh. In der Nähe erhebt sich die Torre dei Gardello mit der ältesten Stadtuhr Veronas (1370).

Loggia del Consiglio (Fototeca ENIT)

Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Piazza dei Signori mit dem 1194 erbauten Palazzo del Comune und dem 83 m hohen Torre dei Lamberti. Es lohnt sich, diesen zu erklimmen, er bietet bei gutem Wetter einen herrlichen Blick über Verona und das Umland. Der Stadtrat tagte in der Loggia del Consiglio, einem schönen Bau der Frührenaissance. Lohnenswert ist auch ein Besuch in dem daneben liegenden Café Dante, dem ältesten Café der Stadt (erbaut 1500).

Natürlich darf bei einem Besuch von Verona das Haus der Julia (Casa Giulietta) nicht fehlen: nicht weit von der Piazza dei Signori nach Süden findet man das Haus mit dem berühmten Balkon und einer Statue der Giulietta. Verona hat auch einige schöne Kirchen und Kathedralen zu bieten, darunter die romanisch-gotische Kirche San Fermo Maggiore im Osten der Stadt (11.  - 13. Jahrhundert), die mächtige gotische Kirche Sant'Anastasia (1290 - 1481) und der Dom Santa Maria Matricolare (12. und 15. Jahrhundert). Letzterer ist von außen eine romanische Basilika, während das Innere im gotischen Stil gehalten ist.

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