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Es lohnt sich eine Fahrt entlang der Westküste in Praia a Mare im Norden zu beginnen. Der kleine Ort zählt zu den beliebtesten Badeorten Kalabriens, nicht zuletzt durch die malerische Felsküste, die sich immer wieder zu kleinen Buchten mit einem feinen grauen Sand öffnet. Der Küste vorgelagert liegt die kleine Insel Isola di Dino, deren Grotten zauberhafte Lichtspiele bieten, die man vom Boot aus bewundern kann.

Südlich des Capo Scalea liegt das schöne mittelalterliche Städtchen Scalea. Der Name deutet auf die treppenförmige Anlage der Altstadt hin, die von der Strandpromenade zur Neustadt hin ansteigt. Bei einem Bummel durch die engen Gässchen fühlt man sich ins Mittelalter zurück versetzt. Unbedingt sollte man auch eine Ausflug mit dem Boot zu den einsamen Buchten des Capo Scalea machen. Von Scalea aus lohnt auch eine Fahrt nach Nordosten ins Hinterland um die tief eingeschnittene Schlucht des Lao zu besuchen. Am Einstieg in die Schlucht ist noch ein Bogen der mittelalterlichen Brücke erhalten. Ca. 5 km entfernt kann man in der Grotta del Romito berühmte steinzeitliche Felsritzungen zweier Auerochsen besichtigen. Es lohnt sich auch von hier aus weiter in die Berge zu fahren. Malerische Bergdörfer wir Rotonda, San Severino Lucano, Altomonte bieten herrliche Ausblicke und teilweise sehenswerte mittelalterliche Kirchen oder Kastelle.

Die Küste bis Cetraro wird die Costa dei Cedri genannt mit den beliebten Badeorten Cirella und Diamante. Hier an der Küste wird die Zedratzitrone angebaut, aus der das echte Zitronat, Liköre und Sirup hergestellt wird.
Weiter nach Süden gelangt man nach Guardia Piemontese, das von einer alten Stadtmauer umgeben ist. Die Porta del Sangue (Tor des Blutes) erinnert an die blutige Geschichte, als Papst Pius im 16 Jh. hier ein Massaker unter den hier lebenden Piemontesen anrichtete. Auch heute sind noch Anklänge aus Sprache und Tradition des Piemont hier lebendig.
In Páola bietet ein breiter Sandstrand alles was das Badeurlauberherz begehrt. Oberhalb der Stadt liegt das Kloster des Bettelordens der Paulaner, das auch heute noch viele Pilger anzieht und von wo aus sich ein herrlicher Blick über die Küste eröffnet. Über Amantea mit schönen Sandstränden gelangt man nach Lamezia Terme, dessen Mineralwasser mit einer Temperatur von 39,4° C schon seit der Römerzeit bekannt ist.

In Pizzo lässt es sich nach einem Bummel durch die malerischen und verwinkelten Gässchen gut ein Eis auf der Piazza de la Repubblica genießen. Der Platz öffnet sich wie eine hoch gelegene Terrasse aufs Meer und bei guter Sicht erblickt man vielleicht auch den herrlichen Sonnenuntergang mit Blick auf die Insel Stromboli.
Als schönster Abschnitt der Westküste gilt das Capo Vaticano. Eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft, kristallklares Meer und zahlreiche idyllische Badebuchten locken den Erholungssuchenden. Nördlich vorgelagert liegt Tropea, einem der beliebtesten Badeorte der Küste mit herrlichen Sandstränden und einer pittoresken Altstadt. Berühmt ist die Klippe mit dem Wahrzeichen des Ortes, der Kirche Santa Maria dell'Isola, die auf ein mittelalterliches Kloster zurückgeht.
Etwas landeinwärts liegt Vibo Valentia mit sehenswerten Resten der auf eine griechische Siedlung zurück gehenden Stadtmauer (6./5. Jh. v. Chr.). Auch das mittelalterliche Stadtzentrum und das normannisch-staufische Kastell lohnen einen Besuch.