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Die Küste Latiums - Mare del Lazio

Die Orte an der Küste

An der nördlichen Küste zwischen der Toskana und Ostia findet man weite Sandstrände, und trotz ihrer Schönheit ist sie erst wenig erschlossen. Der Individualreisende kann hier noch ein ruhiges idyllisches Plätzchen finden. In den Badeorten Roms Lido di Ostia und Fregene kehrt dann der touristische Trubel zurück.

Die südliche Küste zwischen Ostia und dem Monte Circeo bietet endlose Sandstrände. Beliebtes Ziel ist die Region Latina: Hier findet der Erholungssuchende bezaubernde Strände, malerische Ortschaften und ein reizvolles Hinterland mit dem Nationalpark Circeo, der sich für Ausflüge anbietet.
Der Park bietet ein abwechslungsreiches Mosaik aus Bergen, Wald, Feuchtgebieten und Dünen und ist die Heimat einer Vielzahl von Tier- und Vogelarten, vor allem Zugvögel, aber auch Wanderfalken und Seeadler kann man hier beobachten. Auf diesem Berg lebte der griechischen Sage nach die Zauberin Circe, die die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelte.

Blick vom Monte Circeo (Fototeca ENIT)

Von Anzio aus kann man zu den Ponza-Inseln übersetzen. Hier befindet sich auch eine Villa Neros an der Küste, die 2002 bei einer Sturmflut in großen Teilen freigespült wurde. Westlich der Mole des heutigen Hafens liegt der versandete Hafen Neros, mit Resten der Magazine (Grotte di Nerone).

Weiter südlich, um das Kap des Monte Circeo (541 m) herum, liegt Terracina, ein lebhafter Fischerort und Fährhafen für die Ponza-Inseln. Die Stadt wurde schon in vorrömischer Zeit gegründet und im 4. Jahrhundert v.Chr. von den Römern erobert. Zahlreiche antike Reste zeugen von der Bedeutung der Stadt als römischer Hafen.  Auf dem zentralen Platz der Oberstadt, die Piazza del Municipio, findet man noch das Pflaster des römischen Forums. Von diesem Platz aus führt die 3 km lange Strada Panoramica zum Monte San Angelo, von wo aus man an klaren Tagen bis zum Vesuv sehen kann. Hier wurde im 1. Jh. v.Chr. ein mächtiger Jupiter-Tempel errichtet, von dem man heute noch Reste sehen kann. Am östlichen Stadtrand befindet sich der Einschnitt der Via Appia in den mächtigen Felsen Taglio di Pisco Montano.

Sperlonga (Fototeca ENIT)

Weiter südlich liegt Sperlonga malerisch auf einem Felsvorsprung und ist mit seinen weißen Häusern, Treppengässchen und blühenden Gärten eine Augenweide, er lockt deshalb auch im Sommer zahlreiche Badegäste an. Die Schönheit des Ortes kannten schon die Römer: ca. 1km außerhalb des Ortes fand man eine Villenanlage, die teilweise in eine Grotte gebaut ist, und die dem Kaiser Tiberius zugeschrieben wird. Zahlreiche Funde aus dieser Villa sind im Archäologischen Museum zu bewundern.

Auf einer Anhöhe gelegen mit einem riesigen Kastell bildet Gaeta einen herrlichen Anblick an der Küste. Neben dem schönen Fischereihafen ist der romanische Dom aus dem 11. Jahrhundert sehenswert, dessen Kirchturm mit arabischen und normannischen Verzierungen einen ungewöhnlichen Anblick bietet. Nicht weit von Geata befindet sich der Nationalpark Monte Orlando, der um seine Kalkfelsen eine reiche Küsten- und Meeresfauna beherbergt.

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